20 Eylül 2018 Persembe - 11:06:32

Wer ist online

Wir haben 5 Gäste online

Besucherstatistik

Diese Woche76
Dieses Monat259
Insgesamt104174
| Drucken |

Externe Terminhinweise

Hier veröffentlichen wir interessante Termine und Hinweise aus den BJV-Kreisgruppen oder sonstigen, jagdlichen Institutionen. Bitte informieren Sie sich direkt beim jeweiligen Veranstalter über Teilnahmebedingungen und evtl. Kosten. Wir geben keine Gewähr auf die tatsächlichen Termine oder Durchführung.

 

 

 

 

 

Sicherheit vor Jagderfolg – Tipps zur Unfallverhütung bei der Erntejagd

 

Es ist immer das gleiche Muster: Es muss schnell gehen, der Landwirt macht Druck, wegen der Wildschweine und es ist schwierig genug, für den nächsten Tag noch ein paar gute Schützen zu finden, die sich rund um das Maisfeld stellen.

Doch Halt! So geht es nicht. Was dabei herauskommen kann, haben die schrecklichen Ereignisse der letzten Wochen gezeigt. Einfach mit ein paar Jägern ein Feld umstellen, muss tabu sein. Die Erntejagd ist eine der anspruchsvollsten Formen der Gesellschaftsjagd, die ganz besonders sorgfältig organisiert werden muss.

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal die wichtigsten Punkte für eine sichere und unfallfreie Erntejagd:

 

Rechtzeitig planen

Sprechen Sie mit den Landwirten im Vorfeld ab, welche „Sauenschläge“ im Revier dieses Jahr während der Ernte bejagt werden sollen. Dann müssen Sie dafür nicht auf den letzten Drücker Stände und Schützen organisieren. Zur Planung gehört auch, Warnschilder an Straßen aufzustellen und Pferde- und Viehhalter im Jagdgebiet zu informieren.


Unfallverhütung und Sicherheit

Wie bei jeder anderen Drückjagd auch, gelten die Regeln für die Durchführung einer Gesellschaftsjagd. Das heißt, Sie brauchen

  • Einen Jagdleiter

  • Tragen Sie Warnwesten, damit Sie gut und weithin sichtbar sind.

  • Waffen dürfen nur am Stand geladen werden

  • Der Stand darf erst am Ende der Jagd wieder verlassen werden

  • Es darf nie ins Feld geschossen werden, nur nach außen!

  • Es darf nicht in Richtung von Siedlungen, Straßen oder Radwegen geschossen werden

  • Die Schussabgabe darf generell nur erfolgen, wenn niemand zu Schaden kommen kann. Das heißt, vor jedem Schuss muss der Jäger kontrollieren, dass niemand joggt, fährt, reitet oder sich in der Schussrichtung aufhält.

  • Wichtig ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zu den Erntefahrzeugen

  • Der Schusswinkel zum Nachbarschützen muss größer als 30 Grad sein

 

 

 

Kugelfang

Als Kugelfang gilt nur gewachsener Boden. Das heißt, der Schuss muss immer Richtung Boden abgegeben werden, damit die Kugel sicher abgefangen wird. Schützen, die ebenerdig am Boden stehen, haben kaum einen ausreichenden Kugelfang.

Deshalb sollten sie für die Erntejagd entsprechende Drückjagdböcke aufstellen, die eine Abschusshöhe von mindestens drei bis vier Metern bieten.

Die Begrenzung des Schussfeldes durch den Jagdleiter und das Verbot von Flintenlaufgeschossen tragen wesentlich zur Sicherheit auf der Erntejagd bei.


Wie weit darf ich schießen?

Generell gilt: Keine weiten Schüsse auf der Erntejagd !!

  • Ein Jäger am Boden mit Abschusshöhe von 1,70 Metern erreicht den „sicheren“ Aufprallwinkel von zehn Grad nach 10 Metern. Das heißt, er kann höchstens 10 Meter weit schießen, um noch einen sicheren Kugelfang zu haben.

  • Jeder zusätzliche Meter Abschusshöhe bedeutet, er kann 5,50 Meter weiter schießen

Steht der Jäger auf einem Drückjagdbock von 1,50 Höhe kann er rund 17 Meter weit schießen

Steht der Jäger auf einem Drückjagdbock von drei Metern Höhe kann er 26 Meter weit schießen usw.

 

Auf gute Schützen kommt es an

Für die Erntejagd sollte man sich auch im Voraus Gedanken machen, welche Schützen man einladen will. Nicht geeignet sind

  • Jäger mit locker sitzendem Finger, die schnell einmal vom Jagdfieber gepackt werden und sich in kritischen Situationen nicht im Griff haben

  • Jungjäger ohne ausreichende Erfahrung auf Bewegungsjagden

  • Jäger ohne passende Ausrüstung

  • Jäger die auf Grund von Alter oder körperlicher Gebrechen nicht in der Lage sind, schnell und präzise zu reagieren.


Wie viele Schützen sollen es sein?

So wenig Schützen wie möglich. Fernwechsel besetzen, immer vom Feld weg. Die Seiten vom Feld, an denen Gefährdungen drohen, nicht besetzen, auch wenn so das eine oder andere Wildschwein durch geht.

 

 


 

 

Die SVLFG verschickt wieder Beitragsbescheide – legen Sie rechtzeitig Widerspruch ein!

 

Derzeit werden von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wieder Beitragsbescheide verschickt. Wir raten Ihnen dringend, innerhalb der vorgegebenen Frist von vier Wochen Widerspruch dagegen einzulegen.

Durch die Beitragsneuordnung wurden durch die Umstellung der Berechnungsgrundlage von Jagdwert auf Jagdfläche die Beiträge sukzessive von 2013 bis 2017 angepasst. Bei 80 Prozent der Revierinhaber hat dies zu Beitragssteigerungen geführt. In diesem Jahr sollten die Beiträge eigentlich gleich bleiben. Die SVLFG hat nun aber den Hebesatz von 6,23 auf 6,48 Euro angehoben, was insgesamt in vielen Fällen wiederum zu Steigerungen der Beiträge führt - trotz Absenkung des Grundbeitrags.

Unter Angabe des Aktenzenzeichens des BJV-Musterprozesses S 8 U 5014/15 sollten Sie deshalb unbedingt Widerspruch gegen Ihren Beitragsbescheid einlegen. Die Begründung zum Widerspruch ist anliegend beigefügt, ebenso ein Muster für die Formulierung des Widerspruchs. Wichtig: Der Beitrag ist dennoch zu bezahlen – allerdings mit dem Vermerk „unter Vorbehalt“. Grundsätzlich ist gegen jeden Beitragsbescheid erneut Widerspruch einzulegen.

Bei Fragen wenden Sie sich an die BJV-Geschäftsstelle, Frau Anita Weimann, Tel.: 089 – 990 234 54, Email: anita.weimann@jagd-bayern.de

 

Musterprozesse des BJV gegen die SVLFG

Der Bayerische Jagdverband führt zwei Musterprozesse gegen die SVLFG. Im Jahr 2011 stellte die SVLFG die Erhebung des Grundbeitrags um. Seitdem wird nicht mehr ein Grundbeitrag je Revierinhaber erhoben, sondern ein Grundbeitrag pro gepachtetem Revier. Das bedeutet für viele Jagdpächter, dass sie mehrfachen Grundbeitrag an die SVLFG entrichten müssen, weil sie mehrere Reviere haben. Dagegen hat der BJV Klage eingereicht. Die Verhandlung fand im Juni 2014 in erster Instanz vor dem Sozialgericht in München statt. Die Klage wurde zurückgewiesen, Rechtsmittel sind zugelassen. Der BJV hat Berufung eingelegt. Ein zweiter Verhandlungstermin hat stattgefunden, die Klage wurde jedoch wiederum abgewiesen, Revision ist zugelassen. Ein Termin für die Verhandlung in dritter Instanz ist noch nicht bekannt. Das Aktenzeichen dieses Musterprozesses lautet L 3 U 287/14.

Die nächste Umstellung die Beiträge betreffend erfolgte im Jahr 2013. Die SVLFG legt seitdem als Bemessungsgrundlage für die Berechnung des so genannten risikoorientierten Beitrags die Jagdfläche und nicht mehr, wie bisher, den Jagdwert zugrunde. Auch hiergegen klagt der BJV. Denn in Bayern hat diese Umstellung bei 80 Prozent der Revierinhaber zu erheblichen Beitragssteigerungen geführt. Die Verhandlung dieses zweiten Musterprozesses des BJV gegen die SVLFG fand im Februar 2017 vor dem Sozialgericht in Landshut statt. In erster Instanz wurde dieser Prozess gewonnen. Die teils enormen Beitragssteigerungen durch die Umstellung der Beitragsberechnungsgrundlage vom Jagdwert auf die Jagdfläche sind nicht rechtens, stellte das Gericht fest. Seitens der SVLFG wurde jedoch bereits Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Das Aktenzeichen dieses Musterprozesses lautet S 8 U 5014/15.

Vergangenen Donnerstag wurde die gemeinsame Klage von BJV und DJV vor dem Sozialgericht in Kassel verhandelt. Beide Verbände haben die Durchführung der Sozialwahl angefochten. Die Klage wurde abgewiesen, Rechtsmittel sind zugelassen. Auch hier wird Berufung eingelegt.

 

Gespräche mit Vertretern der Politik

Es gibt beinahe keinen politischen Vertreter bzw. keine Partei auf Bundes- wie auch auf Landesebene, dem bzw. der der BJV nicht die Forderung, die Jagdpächter aus der Zwangsversicherung SVLFG zu entlassen, vorgetragen hat. Man zeigt zwar durchaus Verständnis, bisher war aber niemand dazu bereit, sich ernsthaft dafür einzusetzen. Die Hauptbegründung sind die Altlasten. Fragt man bei der SVLFG nach, wie hoch die Altlasten für die Sparte Jagd denn sind, so erhält man unterschiedliche Antworten. Die einen schreiben, dass diese nicht genau beziffert werden können. Manche rechnen hoch und nennen eine einmalige Summe (mit Verzinsung) bei einer Entlassung, die zwischen 35 und 50 Millionen liegt.
Unser Vorschlag: Jedes Jahr erhält die Sparte der Landwirte (also ausschließlich bodenbewirtschaftende Betriebe) vom Staat 178 Mio. Euro zur Beitragsentlastung. Es wäre ein Leichtes, die Entlassung der Jäger ebenfalls zu finanzieren. Dazu ist man jedoch leider nicht bereit.

Im Oktober 2018 findet die Landtagswahl statt. Gehen Sie bewusst auf die Politiker Ihres Stimmkreises zu, sprechen Sie gezielt das Thema SVLFG an und tragen Sie die Forderung der Entlassung der Jagdpächter aus der SVLFG vor. Steter Tropfen höhlt vielleicht doch einmal den Stein…

 

 


MUSTER WIEDERSPRUCH:



Absender: (Adressat des Bescheids)

Einschreiben/Rückschein
An die (Name und Anschrift der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau)

Beitragsbescheid 2017 vom (Datum des Bescheids)
Aktenzeichen: (Aktenzeichen des Bescheids)

Datum

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich gegen den vorbezeichneten Beitragsbescheid fristwahrend
Widerspruch ein.

Im Hinblick auf ein bevorstehendes Musterverfahren zur Prüfung der Rechtmäßigkeit der Höhe der Beitragserhebung für Jagden im Jahr 2017 bitte ich aus Gründen der Verfahrensökonomie um
Ruhendstellung meines Widerspruchsverfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des Musterverfahrens.

Das Aktenzeichen des Musterverfahrens lautet S 8 U 5014/15.

Ich bitte um Bestätigung des Eingangs meines Widerspruchs und Mitteilung der erfolgten Ruhendstellung.

Mit freundlichen Grüßen
(Unterschrift Adressat des Bescheid
s)

 





 

Vortrag Lockjagd auf Federwild
06.10.2018, Landhotel Aschenbrenner in Pausldorf
Eintritt 5,- Euro
Anmeldung bei 0152-33969814    (Martel Jagd)

Lockjagd


 

(Link) Termine der BJV Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg


(Link)  Jagdmöglichkeiten / Verpachtungen



 

Termine der Kreisgruppe Amberg im Bay.Jagdverband 2018

22.September2018 8.30-12.00 Uhr Übungsschießen Laufender Keiler und Wurftauben in Neumarkt

09.Oktober 2018 Vorstandssitzung mit Jagdbeirat 19.00 Uhr Vereinsheim

13.Oktober 2018 9.00-12.00 Uhr Schießen in der Fatzen

17. November 2018 Hubertusmesse u. Hubertusfeier

Bitte notieren Schießtermine werden nicht wiederholt.

Mit Waidmannsheil die Vorstandschaft

Film "Deutschlands wilde Wölfe - wie sie wirklich       sind" 21.3.2012 20:15 N3